BEIRAT MIT UND FÜR MENSCHEN MIT BEHINDERUNGEN

MARZAHN-HELLERSDORF

STANDPUNKT ZUM VBB-BEGLEITSERVICE

UPDATE: Der VBB-Begleitservice scheint gesichert.

Wir warten die Einzelheiten ab. Im Moment ist noch nicht klar, für welche Dauer und in welchem Umfang der VBB-Begleitservice bestehen bleibt.


Unser Beiratsmitglied, selbst Nutzerin des VBB-Begleitservice hat auf der Seite der Petition für den Erhalt augesprochen:


"Zu teuer" heißt in diesem Fall laut eines Berichts im rbb-Fernsehen € 1,75 Millionen jährlich einzusparen.


Diese Kürzung betrifft jeden, der den VBB-Begleitservice des Öffentlichen Personenahverkehrs nutzt:
- ältere Menschen, die etwas wackelig auf den Beinen sind und einen Rollator nutzen


- Menschen in ihrem Schiebe-Rollstuhl die den Öffentlichen Personennahverkehr gar nicht nutzen könnten sondern von den "roten Engeln" mit Umsicht durch das Gewühl geschoben werden


- Blinde oder seheingeschränkte Menschen


- Menschen mit sonstigen Einschränkungen


- Menschen mit Unsicherheiten im Gewusel des Öffentlichen Personennahverkehrs

Die Kürzung betrifft aber auch die VBB-Begleitservice-Mitarbeiter, die "roten Engel" selbst.
Diese Mitarbeiter sind froh wieder in Arbeit zu sein, sie finden ihre Arbeit sinnvoll und sie führen sie verantwortungsbewußt aus. Sie wurden gut ausgebildet und können sich gut auf die unterschiedlichsten Herausforderungen der Menschen die sie begleiten einstellen.

Ich selbst bin Rollstuhlfahrerin und nutze den VBB-Begleitservice.


Mit Hilfe der "roten Engel“ habe ich schon etliche problematische Situationen unbeschadet überstanden, zum Beipiel:
- Wege mit dicken Kopfsteinpflastern so daß ich schon dachte, alle Schrauben an meinem Schiebe-Rolli würden sich von alleine lösen


- glatte Rampen die selbst für gesunde Fußgänger eine Herausforderung waren


- unzählige defekte Aufzüge die Umwege und eine Umplanung der Route notwendig machten


- Ausfälle von Straßenbahnen, S- und U-Bahnen und daraus resultierender Schienenersatzverkehr

Viele Menschen wohnen alleine, haben keine Familie oder diese ist weiter weg. Wenn irgendeine gesundheitliche Einschränkung hinzukommt, ob bei jung oder alt, können viele ihre Wohnung kaum oder gar nicht verlassen.


Der VBB-Begleitservice mit ihren "roten Engeln" gewährleistet für diese Menschen die unschätzbare Möglichkeit, die Wohnung verlassen zu können und pünktlich und wohlbehalten dort anzukommen, wo sie hinfahren möchten oder müssen.


Das ist Selbstbestimmung, das ist Teilhabe, das ist Lebendigkeit.


Ohne Taten wären diese Begriffe leere Worte.

Daher sollte dieser Service durch den VBB-Begleitservice erhalten bleiben und sogar ausgebaut werden; die Finanzierung sollte dauerhaft festgeschrieben werden.

Bitte unterstützen Sie diese Petition mit Ihrer Unterschrift und geben Sie sie weiter. Vielen Dank !

► Link zum rbb-Beitrag (08.03.2025)


Sie können eine Petition zu diesem Thema unterstützen:

► Petition für den Erhalt des VBB-Begleitservice

QR-Code zur Petition:

Ab dem Sommer 2025 soll der VBB-Begleitservice eingestellt werden. Der Service wurde 2008 gegründet. Ziel ist, Menschen mit unterschiedlichen Mobilitätseinschränkungen zu unterstützen. Der Service ist kostenlos und individuell und unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel.

Das Angebot ist ein positives Beispiel für Inklusion und soziale Teilhabe.


Wenn dieses Angebot gestrichen wird, ist das wie ein Hausarrest für viele der Nutzer. Ohne Unterstützung werden sie kaum ihr Haus verlassen (können). Auch, weil noch immer viele Bahnhöfe oder Verkehrsmittel nicht barrierefrei sind - also für sie ohne Unterstützung nicht nutzbar.

► Link zum rbb-Beitrag (08.03.2025)


Sie können eine Petition zu diesem Thema unterstützen:

► Petition für den Erhalt des VBB-Begleitservice

QR-Code zur Petition: